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29. April 2021

Medizinische Fakultäten veröffentlichen die Neufassung des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs



Mit der am Dienstag veröffentlichen Version 2.0 des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) liegt ein überarbeiteter Qualifikationsrahmen für das Medizinstudium vor, der mit einer Vielzahl von kompetenzorientierten Lernzielen umfassend auf den ärztlichen Berufsalltag vorbereitet.

Der jetzt vorliegende NKLM 2.0 bildet die wesentliche Grundlage für die Reformanstrengungen zu Studienstruktur und Ausbildungsinhalten des Medizinstudiums im Rahmen des Masterplans Medizinstudium 2020 und des bereits vorliegenden Referentenentwurfs der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO). Ziel der im NKLM adressierten Inhalte sind Ärztinnen und Ärzte, die sowohl wissenschaftlich als auch praktisch am Patienten ausgebildet sind und die Herausforderungen der immer komplexer werdenden Gesundheitsversorgung meistern werden. Bereits 2015 hatten die Medizinischen Fakultäten den NKLM 1.0 verabschiedet und damit eine gemeinsame Empfehlung für einen Fachqualifikationsrahmen etabliert. Auf dieser Basis wurde in einem knapp dreijährigen Prozess die Version 2.0 weiterentwickelt. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem IMPP, um die Prüfungsinhalte der Gegenstandskataloge mit den fakultären Lern-, Lehr- und Prüfungsinhalten des NKLM zu verzahnen.

„Es freut mich, dass wir mit dem NKLM 2.0 das Medizinstudium zukunftsfest gestaltet haben. Mein herzlicher Dank gilt den vielen Expertinnen und Experten, die am Prozess beteiligt waren. Mit ihrem großen Engagement haben sie ganz entscheidend zu diesem Ergebnis beigetragen“, kommentiert MFT-Präsident Matthias Frosch die Veröffentlichung. Mehr als 800 Expertinnen und Experten aus Hochschulmedizin, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Krankenhäusern unterschiedlicher Versorgungsstufen, der ambulanten Versorgung und aus Nichtregierungsorganisationen sowie Studierenden der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland haben diesen Prozess gestaltet. Am Medizinischen Fakultätentag (MFT) wurde zudem eine NKLM-Geschäftsstelle eingerichtet, die den Prozess gemeinsam mit einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der Charité (LOOOP) konzipiert, unterstützt und koordiniert hat. Ausgangspunkt für den komplexen Prozess waren internationale Empfehlungen zur Curriculumsentwicklung
und –kartierung.

Der NKLM versteht sich als dynamischer Katalog, der kontinuierlich überarbeitet und den aktuellen Anforderungen des modernen Medizinstudiums angepasst wird. Diese Weiterentwicklung liegt in der Verantwortung der Medizinischen Fakultäten. „Der NKLM 2.0 bildet eine bundesweit einheitliche Grundlage eines Kerncurriculums Medizin. Er definiert ein klares Absolventenprofil und Arztbild, ermöglicht aber gleichzeitig den Fakultäten die selbstbestimmte Ausgestaltung ihrer Curricula, um ihre Studierenden bei der Erreichung dieses Profils zu unterstützen. Mit der verbindlichen Verankerung in der ÄApprO hilft er den Fakultäten, die neue Approbationsordnung umzusetzen“, erläutert MFT-Vizepräsidentin Martina Kadmon die Bedeutung des Katalogs.

Mit Inkrafttreten der neuen ÄApprO ab 2025 wird der NKLM bundesweite Grundlage des verpflichtenden Kerncurriculums im Medizinstudium. Offen ist in diesem Kontext jedoch weiterhin die Finanzierungsfrage der geplanten Reformen. Der MFT hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Umsetzung der neuen ÄApprO umfangreiche zusätzliche Ressourcen und umfassende Vorbereitungen erfordern wird. Hier ist die Politik gefragt.

Link zum NKLM

Über den MFT

Der Medizinische Fakultätentag ist der Dachverband der Medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Deutschlands. Sie verantworten in über 70 verschiedenen Studiengängen die Ausbildung von rund 100.000 Studierenden der Human- und Zahnmedizin sowie der Gesundheitswissenschaften. Gemeinsam mit dem Verband der Universitätsklinika (VUD) vertritt der MFT die Deutsche Hochschulmedizin.

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