10. November 2016

Hochschulrektorenkonferenz greift Empfehlungen des Medizinischen Fakultätentages zur Qualitätssicherung des Dr. med. auf



In ihrer aktuellen Veröffentlichung zur Qualitätssicherung der Promotion in der Medizin greift die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Anregungen des Medizinischen Fakultätentages (MFT) vom April dieses Jahres zur Qualitätssicherung der medizinischen Promotion auf.

Übereinstimmende Empfehlungen zur strukturierten Promotion

Beide Organisationen stimmen in ihren Empfehlungen überein, die in unterschiedlichem Umfang bereits bestehenden strukturierten und qualitätsgesicherten Promotionsprogramme an den Fakultäten und Universitäten flächendeckend und für alle Doktoranden in der Medizin auszubauen. Diese Programme müssen gewährleisten, dass im Rahmen der Promotion ein substantieller Erkenntnisgewinn geschaffen wird. „Wir sind der HRK für ihr klares Bekenntnis zur wissenschaftlichen Fundierung des Dr. med. dankbar. Wir sind uns auch der Verantwortung bewusst, die in der Umsetzung der Empfehlungen bei den Fakultäten liegt“, kommentiert Prof. Matthias Frosch, Vizepräsident des MFT.

Klare Zeiten für die Forschung im Studium und in der Facharztausbildung

Der MFT unterstützt auch die Forderung nach einer verbindlich geregelten und ausreichenden Forschungszeit für die Vorbereitung und Durchführung des Promotionsvorhabens während des Studiums bzw. während der klinischen Tätigkeit im Rahmen der Facharztausbildung. In der Konsequenz werden durch die vorgeschlagenen Maßnahmen zukünftig deutlich weniger Promotionen in der Medizin vergeben werden. Um den Nachwuchs in der medizinischen Forschung zu sichern, muss aber sichergestellt sein, dass forschungsinteressierte Studierende die Möglichkeit haben, sich als forschende Ärztinnen und Ärzte sowohl in der Wissenschaft wie auch in der Klinik weiter zu qualifizieren.

Perspektiven für forschende Ärztinnen und Ärzte

„Da das Medizinstudium und die anschließende praktische Facharztausbildung mit ihren insgesamt zwölf Jahren Dauer deutlich anders als die übrigen naturwissenschaftlichen Studiengänge organisiert sind, lassen sich auch deren Promotionsstrukturen nicht eins-zu-eins auf die Medizin übertragen. Die Universitäten und Fakultäten müssen aber sicherstellen, dass die Ergebnisqualität, d.h. der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn im Rahmen einer Promotionsarbeit, in der Medizin vergleichbar ist mit allen anderen Promotionsarbeiten an den Universitäten“, so Dr. Frank Wissing, Generalsekretär des MFT. Mit den Empfehlungen des MFT und der HRK liegen nun konkrete Vorschläge zur Qualitätssicherung und zu den Ansprüchen an die Promotion vor, wie sie in kaum einem anderen Fach zu finden sind. Die Medizinischen Fakultäten sind bereits intensiv mit der Umsetzung der MFT-Empfehlungen vom April 2016 begriffen. Ergänzend dazu gibt es weitergehende Anstrengungen, die Wissenschaftlichkeit im Medizinstudium auch unabhängig von der Promotion fest zu verankern.

Das Positionspapier zur medizinischen Promotion ist auf der Internetseite des MFT abrufbar:

http://www.mft-online.de/files/positionspapier_strukturierte_promotionen_final.pdf

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