29. Oktober 2018

Klinische Studien als Kerngeschäft der Universitätsmedizin müssen weiter gestärkt werden



Die Deutsche Hochschulmedizin ist der zentrale Akteur im Bereich Klinische Studien. Die aktuellen Empfehlungen des Wissenschaftsrats, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Forums Gesundheitsforschung werden diesen Bereich weiter verbessern.

Die aufeinander abgestimmten Papiere der drei Wissenschaftsorganisationen zum aktuellen Status Klinischer Studien und den daraus resultierenden Empfehlungen wurden am 29.10.2018 in einer gemeinsamen Veranstaltung vorgestellt. Die Forschung an und mit Patienten ist neben der medizinischen Lehre und der Patientenversorgung auf höchstem Niveau die zentrale Aufgabe der Universitätsmedizin. Die Fortschritte, die im Bereich der Klinischen Studien in Deutschland in den letzten Jahren gemacht wurden, werden auch in den drei Papieren anerkannt. Viele der Empfehlungen werden durch die Medizinischen Fakultäten und Unikliniken bereits umgesetzt – etwa Mustervertragsbausteine, Hilfestellungen bei der umfassenden Kostenkalkulation oder die Unterstützung von Infrastrukturen wie Ethikkommissionen oder Kompetenzzentren für Klinische Studien. Dennoch gibt es in Deutschland weiterhin Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Ländern. Hierzu sind in den drei Papieren konkrete Vorschläge formuliert.

Die Qualitätssicherung Klinischer Studien wie auch die Ausbildung und Motivation des Nachwuchses in diesem Bereich liegen vornehmlich in der gemeinsamen Verantwortung der Medizinischen Fakultäten und der Universitätskliniken. „Dieser Verantwortung müssen wir uns immer wieder stellen, das ist eine Daueraufgabe“, so Heyo K. Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentags. „Unterstützend dazu benötigen wir nachhaltig finanzierte Infrastrukturen, die mit intelligenter und gut passender Projektförderung gekoppelt sind.“ Daher ist es gut, dass die Papiere diese verschiedenen Aspekte gemeinsam in abgestimmter Weise in den Blick nehmen und konkrete Empfehlungen machen. „Auch bei der Auswahl und Festlegung von Themen für Studien mit hoher Relevanz für die Patienten und für unser Gesundheitssystem müssen wir in Deutschland neue Wege gehen. Infrastrukturen wie Clinical Trial Units müssen in die forschungsnahe Versorgung integriert sein. Das ist nur in der Universitätsmedizin möglich“, betont D. Michael Albrecht, 1. Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika. Die Empfehlungen zur Förderung nicht-kommerzieller Studien mit praxisverändernder Wirkung sind eine gute Ausgangsbasis, gemeinsam über neue Auswahl- und Priorisierungsmechanismen nachzudenken.

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